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Grenzverein

Grenzverein

Grenzverein

1946 gründete Landrat Friedrich Wilhelm Lübke den „Verein für Erwachsenen- und Büchereiwesen“ als Nachfolger des „Wohlfahrts- und Schulvereins für Nordschleswig“ von 1919.1949 erfolgte die Umbenennung in „Deutscher Grenzverein für Kulturarbeit im Landesteil Schleswig“. Der Grenzverein war eine Reaktion auf den wachsenden Einfluß der dänischen Minderheit (Dänische Bewegung). Der Grenzverein übernahm die Büchereizentrale, auf dem Scheersberg in Angeln entstand ein Jugend- und Kulturzentrum, in Leck die Heimvolkshochschule sowie die Grenzakademie Sankelmark. Aufgrund starker Förderungen durch die CDU-Landesregierungen seit 1950 konnte der Grenzverein seine Position und sein Angebot erheblich ausbauen. Seit dem Regierungswechsel 1988 wurden ihm die öffentlichen Mittel stark beschnitten. In den vergangenen Jahren richtete der Landrat des Landkreises Schleswig-Flensburg, Jörg-Dietrich Kamischke, den Grenzverein neu aus. Er sucht nun bewußt die Verständigung mit der dänischen Seite. So sind in den vergangenen Jahren enge Kooperationen entstanden. Daß sich der Grenzverein grundlegend neu ausgerichtet hat, dokumentiert auch der Umbau der Akademie Sankelmark. Sie wurde 2000 mit der bis dahin in Leck beheimateten Europäischen Akademie zusammengeführt und wird nun mit breiter Trägerschaft als „Europäische Akademie Schleswig-Holstein“ geführt.

-ju- (0802)

Quelle: SHLEX

Bildquelle: Vignette des Grenzvereins