So könnte Haithabu ausgesehen haben
So könnte Haithabu ausgesehen haben

Haithabu war nach der Überlieferung im 9. und 10. Jahrhundert einer der wichtigsten Siedlungsplätze im nördlichen Europa. Gegenüber des heutigen Schleswig am inneren Ende der Schlei (Förde) gelegen, nur einen halben Tagesmarsch entfernt von den zur Nordsee führenden Flüssen Treene und Eider entwickelte sich ein Handels- und Handwerkerort mit wahrscheinlich rund 1.000 Einwohnern. Zahlreiche Funde von am Orte gefertigten Gegenständen und Importwaren lassen auf eine rege Produktions- und Handelstätigkeit schließen. Die untersuchten Gräber lassen eine aus Dänen, Sachsen, Friesen und Slawen zusammengesetzte Gemeinde vermuten. Haithabu war befestigt und in das Danewerk integriert, sein Hafen in der Schlei wahrscheinlich durch Sperren geschützt, wie jüngste geophysikalische Forschungen vermuten lassen. Haithabu war vom 8. bis zum 11. Jahrhundert besiedelt. In der Endzeit war die Siedlung schon mit dem sich nördlich entwickelnden Schleswig verzahnt.

-rgsh- (0201/0721)

Tipp: Wikinger Museum Haithabu im WWW:  http://www.schloss-gottorf.de/haithabu

Quelle: Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt und Ortwin Pelc (Herausgeber), Schleswig-Holstein Lexikon, 2. erweiterte und verbesserte Auflage, 2006, Neumünster, Wachholtz-Verlag, ISBN 13: 9-783529-02441-2

Bildquelle: mit Genehmigung des Wikinger Museum Haithabu; Zeichnung Reinhard Kühn Archäologisches Landesmuseum CAU