
Der neue Beiratsvorsitzende der
GSHG: Prof. Dr. Thomas SteensenFoto: Juliane Kahlke/shz |
Einstimmig
hat der Beirat der
Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (GSHG) während
seiner Sitzung in der Landesbibliothek in Kiel Professor Dr. Thomas
Steensen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der Beirat folgte damit dem
Vorschlag des GSHG-Vorsitzenden Jörg-Dietrich Kamischke. Steensen tritt
die Nachfolge von Dr. Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt an.
Lorenzen-Schmidt hatte den Vorsitz niedergelegt, nachdem sich die Idee
einen „Tag der Landesgeschichte“ ins Leben zu rufen nach Ansicht des
Vorstandes als organisatorisch nicht realisierbar erwiesen hatte. Thomas Steensen leitet das Nordfriisk Instituut (NFI) in Bredstedt. An der Universität Flensburg ist er Honorarprofessor für Friesische Geschichte. Der neue Vorsitzende schlug vor, künftig die Arbeit des Vorstandes und des Beirates enger zu verzahnen. Dafür soll der Beirat auch an Vorstandssitzungen teilnehmen. -rgsh- (1211) |
GSHG-Preisträger Dr. Dominik HünningerFoto: Tonio Keller, Bauernblatt Schleswig-Holstein |
Die Rinderseuche der Jahre 1744-1752 ist Thema der Arbeit von Dr. Dominik Hünniger, die den diesjährigen Preis der GSHG gewonnen hat. Leider war der Ausgezeichnete durch einen Termin in Finnland gebunden. Der Preis wird deshalb im kleinen Rahmen überreicht. Die Laudatio von GSHG-Vorsitzenen Jörg-Dietrich Kamischke wird in den nächsten Mitteilungen in voller Länge abgedruckt. Kamischke erinnerte in der Landesbibliothek daran, dass die Brunswiker Stiftung die jährliche Vergabe dieses mit 3.000 € dotierten Preises dankenswerter Weise ermöglicht. |
Tschüss und Danke: Sylvia
Günther hat aufgehört
Jedes Mitglied der Gesellschaft
für
Schleswig-Holsteinische Geschichte hat ihr wohl schon einen Brief
geschrieben oder mit ihr telefoniert: seit 1992 führt Sylvia Günther
das Sekretariat der GSHG. Ob nun Mitglieder betreut oder Exkursionen
vorbereitet wurden, alles was Sylvia Günter übertragen wurde klappte
ruhig, zuverlässig und fast wie von Geisterhand. Nach 19 Jahren
bedankte sich der GSHG-Vorsitzende Jörg-Dietrich Kamischke während der
Mitgliederversammlung herzlich und übereichte Sylvia Günther einen
Blumenstrauß und einen Gutschein für ein Gartencenter, denn irgendwas
muss ja nun folgen, wenn Sylvia Günther nicht mehr von den über 1.000
GSHG-Mitgliedern in Bewegung gehalten wird. Dem offiziellen Dank des
Vorstandes folgte langer Beifall der Mitglieder. |

Über
fünf Jahrzehnte erforscht Professor Dr. Wolfgang Prange die Geschichte
Schleswig-Holstein. Am Donnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr, stellen die GSHG
und der Wachholz-Verlag im Landesarchiv in Schleswig sein neues Buch
vor. Der Titel ist ungewöhnlich aber passend. „Analecta Holsatica“: analecta (-ae, m.) nannten die
Römer nämlich zunächst einmal den Sklaven, der beim Gastmahl die unter
den Tisch geworfenen Reste auflas, und analecta (-orum, n.)
dann auch diese Brocken selbst. Und Wolfgang Prange stieß als Archivar
und Historiker immer wieder auf Quellen, die er im Augenblick nicht
suchte doch als interessant ansah. Er hat diese Funde beiseite gelegt,
um sie später vielleicht einmal genauer zu betrachten. Auf diesem Wege
sind bereits verschiedene Aufsätze entstanden, im neuen Buch folgen nun
fünfzehn kürzere Beiträge. Sie werden daher passend als Analekten
bezeichnet. Insgesamt gehören diese Beiträge in acht Jahrhunderte
schleswig-holsteinischer Geschichte. Was sie mitteilen, untersuchen und
darstellen, war bisher nicht bekannt, ergänzt, berichtigt und erweitert
unser bisheriges Wissen. Insgesamt soll „Analecta Holsatica“
anregen, sich eingehender mit dem spätmittelalterlichen und
frühmodernen holsteinischen Rechtsleben zu befassen. Das Werk Pranges
wird bei der Präsentation am 9. Juni durch den Vorsitzenden der
Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (GSHG),
Jörg-Diedrich Kamischke, sowie dem Leiter des Landesarchivs Professor
Rainer Hering gewürdigt. Der 1932 geborene Autor war von 1959 bis 1997
am Landesarchiv tätig und ist seit 2007 Ehrenmitglied der GSHG. 