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Stöpe

Das Schließen der Stöpen wird an der Küste durch die Feuerwehren regelmäßig geübt. Gut erkennbar der Schuppen, in dem die Balken gelagert werden.

Das Schließen der Stöpen wird an der Küste durch die Feuerwehren regelmäßig geübt. Gut erkennbar der Schuppen, in dem die Balken gelagert werden.

Um den Verkehr hinter der Seedeichlinie zu erleichtern, werden die Deiche (Deichbau) zwischen den Kögen parallel zur Küstenlinie (Mitteldeiche) und die der zweiten Deichlinie mit „Stöpen“ durchbrochen. Ihr Zweck ist, im Falle eines Deichbruches den Schaden zu minimieren und auf den betroffenen Koog zu begrenzen. In die seitlichen Stützmauern sind deshalb zwei großdimensionierte Nuten eingearbeitet. In ihnen werden bei Gefahr Balken zu einer Doppelwand gestapelt. Das dafür maßgerecht zugeschnittene Holz wird in unmittelbarer Nähe in einer Art Schuppen aufbewahrt.

Das Schließen der Stöpen wird an der Küste durch die Feuerwehren regelmäßig geübt. Gut erkennbar der Schuppen, in dem die Balken gelagert werden.

Das Schließen der Stöpen wird an der Küste durch die Feuerwehren regelmäßig geübt. Gut erkennbar der Schuppen, in dem die Balken gelagert werden.

Um eine Stöpe abzudichten, werden zwischen den Balkenwänden und davor und dahinter Sandsäcke gestapelt oder der Hohlraum mit Klei oder Mist verfüllt. Das Abdichten der Stöpen wird von den Feuerwehren in der Marsch regelmäßig geübt. Stöpen durch Seedeiche sind die große Ausnahme. Sie sind – wie etwa in Dagebüll – notwendig, um einen Hafen für den Verkehr zu erschließen. In solchen Fällen werden heute Stahltore eingebaut, die sich bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit schließen lassen.

-ju- (0702)

Bildquelle: Matthias Trapp, FF Garding