Baumschulen |
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![]() Karte der königlichen Forstbaumschule Düwelsbek bei Kiel |
Mit über 4.200 Hektar Anbaufläche gibt es im |
Die "ornamented farm"
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![]() Die "ornamented farm" von Caspar Voght in Flottbek um 1800 |
Der entscheidende Impuls ging jedoch von dem Hamburger Kaufmann Baron Caspar Voght (1752 - 1839) aus. Er holte 1795 den schottischen Gärtner James Booth (1772-1811) auf sein Anwesen nach Klein-Flottbek vor den Toren |
Der Boom der Gründerzeit
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![]() Baumschularbeit war Handarbeit für viele Menschen. Das Bild entstand um 1914 und zeigt Frauen beim Sortieren und Bündeln von Jungpflanzen
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1870 wurden erstmals auch südlich der Elbe Pflanzen ausgeliefert. Immer mehr Baumschulen entstanden. Sie profitierten von einem sprunghaft gewachsenen Bedarf. Der hatte vielfältige Gründe: Einer war das Umdenken in der Forstwirtschaft. Die setzte vermehrt darauf, ihre Bestände systematisch mit Setzlingen zu verjüngen. Im Zeichen der
Zwei Kriege: zweimal AufbauIn den 1920er Jahre wurde längst nicht nur mehr innerhalb Deutschlands versandt. Auch der Export blühte. Und die harten Devisen aus Skandinavien, Großbritannien und den Niederlanden halfen den Baumschulen auch über die Inflation. Nicht jedoch über die Weltwirtschaftskrise 1929. Erst nach der Machtübernahme durch die |
Baumschulen unter Druck
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![]() Der Betrieb von Wilhelm Kordes I. in Elmshorn: Seine 1887 gegründete Firma begann die Rosenzucht im großen Stil, die Holstein im 20. Jahrhundert zum "Rosenland" werden ließ
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Mit dem Wiederaufbau in der Bundesrepublik erholten sich die Baumschulbetriebe. Erstmals wurde jedoch die menschliche Arbeitskraft knapp und teuer. Maschinen wurden entwickelt und Pflanzenschutzmittel eingesetzt, wo bisher Menschen per Hand Unkraut gejätet hatten. Wendeten die Baumschuler 1950 pro Jahr und Hektar gut 5.000 Mark auf, verzehnfachte sich der Kapitaleinsatz bis 1960. Zehn Jahre später wurden die Betriebe plötzlich als Umweltverschmutzer öffentlich kritisiert. Grund waren die immer höheren Mengen, der sich im Grundwasser anreichernden Reste von Pflanzenschutzmitteln. Viele Brunnen mußten stillgelegt werden. Die Baumschuler fühlten sich zu Unrecht an den Pranger gestellt, hatten sie doch behördlich genehmigte und damit anscheinend unbedenkliche Mittel eingesetzt. Seitdem werden die Techniken des sogenannten integrierten Pflanzenschutzes immer weiter entwickelt, um dadurch auf den Einsatz chemischer Stoffe verzichten zu können. Ein ungelöstes Problem bleibt der wachsende Siedlungsdruck. Immer mehr Menschen ziehen vor die Tore Hamburgs. Deswegen müssen angestammte Baumschulbetriebe inzwischen schon aussiedeln. Sorgen bereitet das, weil sich gerade durch die enge Nachbarschaft der Betriebe eine Angebotsbreite durch Tausch organisieren läßt, die das Gebiet im harten internationalen Wettbewerb bestehen läßt. Seit den 1960er Jahre ist diese Kooperation in einer Baumschulbörse organisiert. Noch beschäftigen die gut 400 Pinneberger Baumschulen gut 3.000 Menschen und produzieren jährlich rund eine Milliarde Pflanzen, darunter auch ein Drittel aller Gehölze in Deutschland. Das hat dem Gebiet den Beinamen "Wiege des Deutschen Waldes" eingebracht. Daß die ausgerechnet im waldärmsten deutschen Flächenland steht, ist nicht Schuld der Baumschuler. -ju- (0503) Tipp: In Pinneberg ist ein Baumschulmuseum im Aufbau. Die Sammlung kann schon nach Absprache besichtigt werden. Informationen unter 041 01 / 41578 oder über den Landesverband im Bund deutscher Baumschulen LV-SH@bund-deutscher-baumschulen.de. Auf der Internetseite des BdB www.bdb-schleswig-holstein.de sind auch aktuelle Grunddaten zu den Baumschulen im Lande zu finden Quelle: Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen e.V., Chronik der Baumschulen in Schleswig-Holstein, 1994, Pinneberg Bildquellen: alle Bilder sind der Chronik entnommen |