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Der Dreieckshandel war ein
Handelskreislauf: Gewehre, Branntwein und billige Stoffe wurden von Europa nach Afrika
gebracht, dort gegen Sklaven getauscht, die auf die westindischen Zuckerrohrinseln und
nach Amerika verkauft wurden, um mit Tabak und vor allem Zucker und Rum nach Europa
zurückzukehren. Im Handel mit den dänischen Inselkolonien in der Karibik dominierten
Familien aus Kopenhagen, Altona und Flensburg, die
dadurch beträchtliche Vermögen erwarben. Der Sklavenhandel war dabei weitgehend
Kopenhagen vorbehalten. Aus Flensburg fuhren die Schiffe mit Baustoffen und anderen Waren
direkt in die Karibik. Sie profitierten jedoch indirekt vom Menschenhandel, weil die
Sklaven dafür sorgten, daß die begehrten Kolonialwaren preisgünstig produziert wurden.
Für Flensburg und Altona steht eine eigenhende historische Untersuchung der der
Schiffslisten für das 18. Jahrhundert noch aus. Unter dem Einfluß des Pietismus und der
Aufklärung wurde für Dänemark und die Herzogtümer Schleswig und Holstein 1792 ein
Gesetz erlassen, das den Handel mit Sklaven ab 1803 untersagte. Es war das erste Verbot
des Sklavenhandels in Europa. Tipp: Der Dreieckshandel ist ausführlich untersucht und
beschrieben mit Schwerpunkt Kopenhagen von Christian Degn in "Die Schimmelmanns im
atlantischen Dreieckshandel", 1974, Wachholtz Verlag, Neumünster, ISBN 3 529 06148
4, und im print-on-demand-Verfahren über www.wachholtz.de noch erhältlich. -ju-Quelle:
SHLEX/Stadtarchiv Flensburg
Bildquelle: Grafik von Erwin Raeth |