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Förde bezeichnet (nach dem dänischen
fjord) eine tief ins Land einschneidende Meeresbucht. Sechs Förden gibt es in
Schleswig-Holstein. Sie entstanden nach der Eiszeit ( Eiszeitland)
als Schmelzwasserabflüsse und füllten sich durch den folgenden Anstieg der Ostsee. Die
Kieler und die Flensburger Förde sind heute noch als solche erkennbar. Eckernförde liegt
zwar an einer Förde, der Stadtname leitet sich jedoch aus dem Niederdeutschen ab und
bedeutet "Eichenfurt". Die Schlei ist ebenfalls zu den Förden zu zählen. In
der Lübecker Bucht schlossen Nehrungen die Förden, so daß bei Travemünde heute kaum
noch eine Förde zu erkennen ist. Während die Trave sich noch ihren Weg durch die Nehrung
in die Ostsee bahnt, ist die Hemmelsförde nördlich der ehemaligen Brodtener Halbinsel
durch eine Nehrung (auf der Timmendorf und Niendorf liegen) völlig von der Ostsee
abgeschnitten. Aus der Förde wurde so der Hemmelsdorfer See. -ju- |