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Haithabu war nach der Überlieferung im 9.
und 10. Jahrhundert einer der wichtigsten Siedlungsplätze im nördlichen Europa.
Gegenüber des heutigen
Schleswig am inneren Ende der Schlei
(
Förde) gelegen, nur einen halben
Tagesmarsch entfernt von den zur Nordsee führenden Flüssen Treene und Eider entwickelte
sich ein Handels- und Handwerkerort mit wahrscheinlich rund 1.000 Einwohnern. Zahlreiche
Funde von am Orte gefertigten Gegenständen und Importwaren lassen auf eine rege
Produktions- und Handelstätigkeit schließen. Die untersuchten Gräber lassen eine aus
Dänen, Sachsen, Friesen und Slawen zusammengesetzte Gemeinde vermuten. Haithabu war
befestigt und in das Danewerk integriert, sein Hafen in der Schlei
wahrscheinlich durch Sperren geschützt, wie jüngste geophysikalische Forschungen
vermuten lassen. Haithabu war vom 8. bis zum 11. Jahrhundert besiedelt. In der Endzeit war
die Siedlung schon mit dem sich nördlich entwickelnden Schleswig verzahnt. Tipp: Wikinger
Museum Haithabu im WWW: www.schloss-gottorf.de/haithabu/frameset.htm
Quelle: SHLEX
Bildquelle: mit Genehmigung des Wikinger Museum Haithabu; Zeichnung Reinhard Kühn
Archäologisches Landesmuseum CAU |