Krabben |
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![]() Auf der Zeichnung sind deutlich die vorderen Scheren zu sehen
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Krabben, richtiger
Sandgarnelen (crangon crangon), sind Krebstiere. Sie gehören zur Ordnung der
Zehnfüßer und der Unterordnung „schwimmende Langschwänze“. Die
Nordseegarnele bevölkert besonders in den Sommermonaten massenhaft die
flachen Sand- und Schlickböden des Wattenmeeres. Weibchen werden in ihrem
bis zu fünfjährigem Leben über acht Zentimeter groß, Männchen bis zu sechs.
Die Krabben sind gräulich, transparent und können sich der Farbe des
Untergrundes anpassen. Sie sind Dämmerungstiere und verbringen den Tag meist
eingegraben im Schlick- oder Sandwatt. Nur die Stilaugen sehen heraus, mit
einem Atemwasserstrahl orten sie Beute. Algen, Fischeier, kleine Würmer und
Muscheln jedoch auch Aas sowie Artgenossen nach der Häutung sind ihre
Nahrung. Die Krabben wiederum werden in großen Mengen zur Beute von Vögeln,
Fischen und anderen Krebsen und sind deshalb ein zentrales Glied in der
Nahrungskette des Wattenmeeres. Ein Weibchen kann sich drei Mal pro Jahr
paaren und Eier legen. Meistens geschieht dies im Frühjahr, im Sommer und
einmal mitten im Winter. Je älter und größer das Weibchen wird, um so mehr
Eier legt es. Im dritten Jahr können es oft mehr als 25.000 Eier sein. Vor
allem flache Strandtümpel dienen als Kinderstube der Jungkrabben. Sie sind
besonders unempfindlich gegen niedrige Salzgehalte im Wasser. Salzgehalt und
Temperatur spielen für die nach einem Jahr geschlechtsreifen Garnelen eine
zentrale Rolle. Sie bestimmen den jährlichen Zug der Krabben. Im Winter
ziehen sie sich in tiefere Regionen zurück, weil dort die Temperaturen
konstanter sind. Steigen die Temperaturen, kommen die Garnelen mit
geringerem Salzgehalt aus und steigen in die flachen, warmen und
nahrungsreichen Watten hinauf.
Porren, Kraut, GranatMit rund 6.000 Tonnen werden jährlich über
die Hälfte der deutschen Krabben vor der schleswig-holsteinischen Westküste
gefischt ( Brigitta Seidel / -ju- (0205)
Quellen: Rüdiger Berghahn /Ralf Vorberg, Garnelenfischerei und
Naturschutz im Nationalpark, Heide 1997 (Schriftenreihe Nationalpark
Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer 6), zur Biologie S. 9ff |