
Ölpest-Opfer
Hugo Weigold prägte den Begriff "Ölpest"
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In den 1920er Jahren übersetzte der Leiter
der Vogelwarte Helgoland Dr. Hugo Weigold den neutralen englischen Begriff
"oil pollution" drastisch mit "Ölpest". Neben dem Auftreten von
Ölpesten an den Stränden durch Schiffsunfälle oder Zwischenfällen auf Bohr- und
Förderplattformen ist die sogenannte "schleichende Ölpest" in den Blickpunkt
des Interesses gerückt. Der Begriff beschreibt den "normalen" Eintrag von Öl
in das Meer durch den Schiffsbetrieb (aus dem Betrieb der Maschine, Reste in
Ballastwasser, Bilgen oder aus Tanks), aus Flüssen, durch Baggerarbeiten, von Offshore
Plattformen sowie durch Raffinerien. Obwohl die Bestimmungen und die Kontrollen in den
vergangenen Jahren verschärft wurden, gehen offizielle Stellen nach wie vor davon aus,
daß durch die schleichende Ölpest und zum Teil legal pro Jahr 100.000 Tonnen Öl allein
in die Nordsee gelangen. Tipp: www.umweltbundesamt.org
und www.ospar.org. -ju-Quelle: Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten SH
Bildquellen: Vogelwarte Helgoland, Nationalparkamt SH |