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Oeverseemarsch 


Die Österreicher bei Oeversee im Sturm
Seit 1865 wird mit den Oeverseemarsch an die humanitäre Hilfe der Flensburger Bürger für die Verwundeten und Gefangenen des Gefechts vom 6.2.1864 vor den Toren der Fördestadt erinnert. Zu dem auf beiden Seiten verlustreichen Nachhutgefecht dänischer Truppen gegen die nachrückenden Österreicher im 2. pfeil.gif (852 Byte) schleswigschen Krieg kam es durch den Rückzug der Dänen. Sie gaben in der Nacht des 5.2.1864 überraschend das pfeil.gif (852 Byte) Danewerk auf. Die Stellung schien den Dänen nicht mehr sicher, weil sie von den Angreifern über die durch einen Frosteinbruch vereisende Schlei im Osten und die Rheider Au im Westen umgangen werden konnte. Auf spiegelglatter Straße zogen sich die Dänen im Schneesturm zurück. Wie schon beim Rückzug während der schleswig-holsteinischen pfeil.gif (852 Byte) Erhebung am 24.2.1848 wurde erneut Oeversee gewählt, um den Rückzug zu sichern. Bei eisiger Kälte kam es am 6. Februar zum Gefecht, bei dem die Dänen den nachrückenden Österreicher unterlagen. Der am Ende Mann gegen Mann ausgefochtene Kampf forderte auf österreichischer Seite 95 Tote, 40 auf dänischer. 311 Österreicher und 134 Dänen wurden verwundet. Am Tag darauf machten sich Bürger aus pfeil.gif (852 Byte) Flensburg mit Pferd und Wagen auf den zehn Kilometer langen Weg nach Oeversee. Mit Decken, Verbandszeug, Medikamenten und Essen versorgten sie die Verletzten sowie die 542 dänischen Gefangenen ohne Ansehen der Nationalität. Militärisch war das Gefecht von Oeversee unbedeutend. Es setzte jedoch ein humanitäres Zeichen im Sinne der Zeit. Mit dem Oeverseemarsch wurden die Gedanken des Schweizers Henri Dunant (1828 - 1910) aufgenommen, der angesichts der vom ihm im italienischen Solferino 1862 erlebten Kriegsgreuel, den Anstoß gab, um ebenfalls 1864 mit der 1. Genfer Konvention das "Rote Kreuz" zu begründen. 2003 hielt der ehemaligen Amtsbürgermeister von Sønderjylland, Kresten Philipsen, die Rede beim Oeverseemarsch und damit erstmals ein Däne.

-ju- (0203)

Tipp: Im - inzwischen - "Historischen Krug" von Oeversee an der B 76 war 1864 ein Lazarett untergebracht. Noch heute sind dort zahlreiche Erinnerungsstücke an das Gefecht zu sehen.

Quellen: SHLEX; dpa; www.amtoeversee.de/oeversee/fakten/marsch.htm; www.drk.de/voelkerrecht/genfer_konventionen/a1.html 

Bildquelle: SHLEX

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