Robbenschlag |
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| Seit dem Mittelalter wurde in
Europa
Grausame Jagd auf dem EisIm 19. Jahrhundert wurde der Robbenschlag
zur Haupteinnahmequelle der Grönlandfahrt. Neben dem Speck, der wie beim
Walfang vorwiegend Öl für die Lampen lieferte, wurden nun die Felle
wirtschaftlich interessant. Die Jagd verlagerte sich vom offenen Nordmeer
auf die Eisfelder des sogenannten „Westeises“ zwischen Jan Mayen und der
Nordostküste Grönlands. Dort werfen die Robbenweibchen im Spätwinter ihre
Jungen. Sie werden nur wenige Wochen gesäugt. Danach lösen sich die Kolonien
wieder auf. Vor dem Beginn der Wanderschaft mußte deshalb die Jagd beendet
sein. Im Gegensatz zum Walfang gab es für den Robbenschlag deshalb nur eine
wesentlich kleineres Zeitfenster. Auch die Jagdmethode änderte sich. Die
großen Tiere wurden nicht harpuniert, sondern mit Robbenknüppeln geschlagen.
Das waren Holzknüppel mit einem eisernen Haken. Den in großer Zahl getöteten
Sattelrobben - nur vereinzelt wurden auch die größeren Klappmützen
„geschlagen“ - wurde das Fell mit der dicken anhängenden Fettschicht
abgezogen. Die Kadaver ließen die Robbenschläger auf dem Eis liegen. Nur die
Häute und das anhängende Fett wurden zu den an der Eiskante liegenden
Fangbooten geschleift. Weil die Zeit knapp war, wurden die Beute erst einmal
nur in die Laderäume der Schiffe geworfen. Die Mannschaften jagten weiter.
Erst auf der Heimreise wurden Häute und Fett getrennt. Der Speck wurde in
Fässer eingeschnitten, die Häute gesalzen, mit Sägespänen bestreut und in
Säcken gestaut. Erst nach der Rückkehr wurden die Felle gegerbt und der
Speck zu Tranöl „ausgebrannt“. Der Robbenschlag wurde 1836 in
-ju- (1005) Quellen: Peter Danker-Carstensen in Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt und Ortwin Pelc (Hrsg.), Schleswig-Holstein Lexikon, Neumünster, 2000, Wachholtz Verlag, ISBN 3-529-02441-4, Zum Lesen empfohlen |