Der Schleswig-Holsteinische Canal |
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![]() Blick auf die Kanaleinfahrt in Holtenau |
300 Seemeilen (das entspricht knapp 560
km) lassen sich einsparen, wenn man nicht den gefährlichen Weg rund Skagen
wählen muß, sondern die Elbemündung direkt mit der Ostsee verbindet. Seit
dem Mittelalter wurde deshalb versucht, eine künstliche Wasserstraße Mitten
durch das Land anzulegen. Der
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Ein teures Projekt |
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![]() Schleuse Knoop, kolorierte Radierung von Carl Daniel Voigts 1805 |
1776 begannen Arbeiter, die Eider zu
vertiefen, ein Jahr später wurde der Kanalbau von der Ostsee her in Angriff
genommen. Bis zu 4.600 Menschen arbeiteten, um 82 Millionen Kubikmeter Erde
zu bewegen, die sechs Schleusen zu bauen und Treidelpfade anzulegen. Nach
Problemen mit den Bauunternehmern übernahm der Staat schließlich das
Regiment beim Kanalbau. Am Ende kostete das Bauwerk mit 2,4 Millionen
Reichstalern ein Mehrfaches der kalkulierten Summe. Die Abmessungen des
Kanals entsprachen in etwa denen des heutigen Mittellandkanals. Am 18./19.
Oktober 1784 wurde der damals größte Kanal Europas in Betrieb genommen.
Gedacht war er zunächst allein für den heimischen Handel. Doch ließ sich das
angesichts der Baukosten nicht durchhalten. Schon am 5.Mai1785 wurde er für
den internationalen Verkehr freigegeben. Bis die Kontinentalsperre und die
Napoleonischen Kriege die Kanalfahrt fast zum Erliegen brachten, entwickelte
sich der Verkehr nur zögernd. Das lag auch an den Gebühren. Sie wurden vom
dänischen Königreich hochgehalten, um nicht zu große Einbußen beim Sundzoll
(bis 1857) zu riskieren. |
Der "Eiderkanal" |
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![]() Die auf Betreiben des „Canal-Vereins“ wieder hergestellte Schleuse Königsförde |
1853 wurde der Wasserweg umbenannt in "Eiderkanal".
Nach der -ju- (0201/1004) Tipp: Umfangreiches Material zu allen Themen, die Kanäle in Schleswig-Holstein betreffen, finden sich in den Mitteilungen des Canal-Vereins. Die Inhalte sind bereits auf der im Aufbau befindlichen Website des Vereins unter www.Canal-Verein.de zu finden. Quellen: Manfred Jessen-Klingenberg in "Nord-Ostsee-Kanal 1895 - 1995", Hrsg. Bundesministerium für den Verkehr, 1995, Wachholtz, Neumünster, ISBN 3 529 05319 8, www.wachholtz.de; Gerd Stolz, Der alte Eiderkanal, 1983, Boyens &Co, Heide, ISBN 3 8042 0297 7; www.buecher-von-boyens.de; Werner Junge, Meern dört Land - 200 Jahre Eidercanal, NDR 1 WELLE NORD, Bi uns to Hus, 19.10.1984 Bildquellen: Vignette/Holtenau/Schleuse Knoop: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek (SHLB); Königsförde: Foto Werner Junge |