
Modell und Schnitt eines Stackdeichs im Nissenhaus in Husum |
Während der Hochkonjunktur der Landgewinnung in der
Marsch der Westküste wurden ab dem 15. Jahrhundert auch dort
Köge gebaut, wo kein schützendes Vorland aufgewachsen war. Die Deiche lagen "schar". An solchen Küstenabschnitten zu Nordsee baute man sogenannte "Stackdeiche". Sie hatten zur Seeseite eine bis zu zwei Meter hohe Wand aus Holzplanken. Die Deiche waren durch den enormen Holzverbrauch nicht nur im Bau sehr teuer (und führten nebenbei auch mit zur Entwaldung Schleswig-Holsteins), ihr Unterhalt war zudem kostspielig und schwierig. Erst im 18. Jahrhundert wurde mit den
Schardeichen eine preiswertere und haltbarere Alternative
entwickelt (siehe auch
Marsch, und
Deichbau).-ju- (0702) Quellen: Peter Wieland, Küstenfibel, Heide, 1990, Boyens & Co
Bildquelle: Reinhard Scheiblich (Universität der Bundeswehr Hamburg) |