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Mit dem Auftrag an die Geistlichkeit,
jährlich Geburts- und Sterbelisten aufzustellen und diese an das Königliche
General-Landesöconomie- und Commerzcollegium in Kopenhagen zu übersenden, findet sich
1720 zur Zeit Friedrichs IV. der erste Hinweis auf eine amtliche Statistik für die
Herzogtümer. Die erste Volkszählung erfolgte 1769. Die erhobenen Zahlen wurden vom
"Tabellen-Comptoir" der königlichen Rentekammer ausgewertet. 1849 entstand in
Kopenhagen das "Statistische Bureau". Nach dem 2. Schleswigschen
Krieg von 1864, der zur Folge hatte, daß Schleswig und Holstein nicht mehr zum
Königreich Dänemark gehörten, gab es Übergangslösungen. Mit der Annexion von
Schleswig-Holstein durch Preußen 1867 ging die Zuständigkeit in das "Königliche
Preußische statistische Bureau" über, das seinerseits 1934 im Statistischen
Reichsamt aufging. 1939 richtete das Reichsamt eine Dienststelle in Kiel ein. Nach dem
Zweiten Weltkrieg bekam das neue Bundesland Schleswig-Holstein sein eigenes Statistisches
Landesamt. Seit 1999 werden Überlegungen angestellt, ob im Zeitalter der Datennetze und
im Sinne schlankerer öffentlicher Strukturen das Statistikwesen durch die norddeutschen
Bundesländer nicht in einer gemeinsamen Behörde organisiert werden könnte. Unter www.statistik-sh.de können aktuelle
Daten zu vielen Themenbereichen recherchiert werden. -ju- |